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Tomaten-Mozzarella-Salat

Es gibt Gerichte, die so einfach sind, dass sie fast schon genial wirken. Der Tomaten-Mozzarella-Salat gehört zweifellos dazu. Er braucht keine Küche voller Geräte, kein aufwendiges Mise-en-place, keine Zubereitungszeit, die sich über mehrere Kapitel streckt. Und doch schafft er es, aus ein paar frischen Zutaten einen Moment zu machen, der nach Urlaub schmeckt. Nach Sonne, nach Süden, nach Gelassenheit.

Ein Hauch aus Italien

Der Tomaten-Mozzarella-Salat, auch bekannt als Insalata Caprese, stammt ursprünglich von der Insel Capri und verkörpert wie kaum ein anderes Gericht die italienische Lebensfreude. Die Kombination aus sonnengereiften Tomaten, cremigem Mozzarella und aromatischem Basilikum ist nicht nur rein optisch ein Genuss, sondern überzeugt auch geschmacklich mit seinen natürlichen, frischen Aromen. Für den besten Geschmack lohnt es sich, auf Qualität zu achten. Reife Cherry-Tomaten sorgen für eine süßlich-fruchtige Note, während Mozzarella aus Büffelmilch besonders zart und mild schmeckt. Frischer Basilikum verleiht dem Salat seine unverwechselbare Würze, und ein hochwertiges Olivenöl rundet das Aroma harmonisch ab. Ein Spritzer Zitronensaft bringt zusätzliche etwas Säure und Frische ins Spiel.

Ein paar Fakten rund um die Caprese

Tomaten sind eigentlich Früchte:

Botanisch betrachtet gehören Tomaten zur Familie der Beeren. In den USA führte das sogar einmal zu einem Gerichtsprozess. 1893 entschied der Oberste Gerichtshof, dass Tomaten für Zollzwecke als Gemüse gelten, weil sie in der Küche wie Gemüse verwendet werden. Juristische Spitzfindigkeit, die Geschichte schrieb.

Basilikum ist nicht nur aromatisch: 

Basilikum ist ein Kraut, das viele gesundheitliche Vorteile bietet. Es enthält eine Vielzahl von essenziellen Nährstoffen und kann vor chronischen Erkrankungen schützen, den Blutdruck senken, und als natürliches Antibiotikum wirken. In der ayurvedischen Lehre gilt Basilikum als beruhigend für Geist und Magen. In Italien hingegen sagt man, er schütze vor Melancholie. Ein guter Grund mehr, großzügig damit umzugehen.

Tomaten wurden einst misstrauisch beäugt:

Als Tomaten im 16. Jahrhundert nach Europa kamen, hielt man sie zuerst für giftig.
Sie gehörten zur Familie der Nachtschattengewächse, und das machte sie verdächtig. Erst im 18. Jahrhundert eroberten sie die Küchen Europas. Und wer einmal eine sonnengereifte Tomate probiert hat, weiß: Das war ein kulinarischer Glücksfall.

🔥 Grilltipp Deluxe

Wenn du den Tomaten-Mozzarella-Salat als Grillbeilage servierst, kannst du ihn mit ein paar kleinen Extras aufwerten. Gegrillte Zucchini-Streifen passen wunderbar dazu, ebenso wie geröstete Pinienkerne oder etwas Rucola für eine nussige Note. Auch eine Prise Chili kann den Salat interessant machen, jedoch nur, wenn sie dezent bleibt.

Gut zu Wissen!

Du solltest deine Tomaten nicht in dem Kühlschrank lagern, den dort verlieren sie schnell an Geschmack. Im Kühlschrank können Tomaten wässrig und mehlig werden. Zudem kann die kälte im Kühlschrank die Zellstruktur der Tomate schädigen und dessen Konsistenz ändern. Erntefrisch schmecken die Tomaten immer noch am besten und besonders lecker! Dann sind sie nicht nur am aromatischen, sondern besitzen auch einen hohen Vitamin- und Nährstoffgehalt. Wenn Du ein paar Punkte beachtest, lassen sich Tomaten jedoch auch prima lagern. 

Tomaten richtig lagern

Am besten lagerst du deine Tomaten offen in einer Schale, an einen dunklen , luftigen Ort, bei einer Raumtemperatur von  15 – 18° Grad. Unter etwa 12 °C verlangsamt sich die Reifung, und dabei werden bestimmte Aromen und Zuckerstoffe nicht mehr richtig gebildet. Du solltest Tomaten auf keinen Fall in Plastiktüte verpackt, aufbewahren. Denn Tomaten beinhalten Ethylen, welches in einer Plastiktüte nicht entweichen kann, was dazu führt das sie schnell anfangen zu schimmeln. Du solltest Tomaten auch nicht mit anderen Gemüsesorten lagern, denn das Reife Gas Ethylen sorgt dafür das Obst und Gemüse in der Nähe schneller altert. 

  • Unreife (blassrote oder grüne) Tomaten: können bei Raumtemperatur weiterreifen, am besten die Tomaten einzeln nebeneinander legen, und nicht stapeln.

  • Reife Tomaten: möglichst innerhalb von 2–3 Tagen verbrauchen.

Wenn du viele Tomaten hast, kannst du sie wunderbar weiterverarbeiten:

  • zu Tomatensauce oder Passata,

  • im Ofen getrocknet (mit Olivenöl und Kräutern),

  • oder eingekocht in Gläsern.
    So bleibt der Sommer auch im Winter auf deinem Teller.

Woran erkennst du gute Tomaten?

Wenn du beim Tomaten-Mozzarella-Salat alles richtig machen möchtest, dann solltest du schon beim Einkauf im Supermarkt oder auf dem Wochenmarkt einiges beachten. Denn das Geheimnis eines wirklich aromatischen Salats liegt nicht im Dressing, sondern in der Qualität der Tomaten. Und die lässt sich mit ein paar einfachen Tricks erstaunlich gut erkennen.

Reife Tomaten, die voller Geschmack sind, kannst du gut an ihren Geruch erkennen. Wenn du vorsichtig an der Basis des Stiels einer Tomate riechst und sie nach Sonne, Garten und einem Hauch Sommer duftet, dann hast du die Richtige gefunden.
Fehlt dieser Duft komplett, ist das ein Zeichen, dass die Tomaten zu früh geerntet wurden. Besonders Importware aus dem Gewächshaus wird oft unreif gepflückt und entwickelt später nur noch eingeschränkte Aromen.

Frische Tomaten erkennt du auch am grünen Stielansatz. Der Stiel sollte kräftig grün, leicht duftend und nicht ausgetrocknet sein. Wenn die kleinen „Sternblätter“ noch fest sitzen und nach Pflanze riechen, ist die Tomate frisch geerntet. Braune, schrumpelige Stiele deuten eher auf eine längere Lagerung hin. Wenn du Tomaten mit Stiel kaufst, reifen sie langsamer nach und behalten länger ihr Aroma.

Die Farbe lügt: Knallrot bedeutet nicht automatisch Geschmack. Manche Sorten werden optisch früh rot, obwohl sie innerlich noch hart und wässrig sind. Viel entscheidender ist hier die Konsistenz: Die Schale einer Tomate sollte zart, aber fest sein, und nicht gummiartig. Drückt man leicht auf die Schale, sollte sie sanft nachgeben, aber nicht matschig wirken. Ein matter Glanz ist übrigens ein gutes Zeichen, zu stark glänzende Tomaten sind eher ein schlechtes Zeichen, denn sie wurden oft gewachst oder über behandelt.

Tomaten aus regionalem oder mediterranem Anbau (Italien, Spanien, Südfrankreich) schmecken oft intensiver, weil sie mehr Sonne abbekommen. Der Geschmack hängt stark von Boden, Klima und Sorte ab. In der kalten Jahreszeit lohnt sich daher der Griff zu kleinen Sorten wie Cherry- oder Datteltomaten, denn diese Sorten entwickeln selbst bei weniger Sonne noch ein tolles Aroma.

 

Wie gesund sind Tomaten?

Tomaten sind nicht nur schön anzusehen und köstlich im Salat, sie sind auch kleine Gesundheitswunder. Kaum ein anderes Fruchtgemüse vereint so viele wertvolle Inhaltsstoffe in so wenig Kalorien. Kein Wunder also, dass die Tomate in der mediterranen Ernährung ihren Stammplatz hat. Eine mittelgroße Tomate besteht zu rund 95 % aus Wasser und ist damit ein echter Frischelieferant. Doch die restlichen 
5 % haben es in sich, denn in ihnen steckt wertvolles Vitamin C, welches das Immunsystem stärkt, Kalium für Herz und Muskeln, sowie Beta-Carotin, welches antioxidativ wirkt und in unserem Körper zu Vitamin A umgewandelt wird. Zudem beinhalten Tomaten Folsäure, die bei der bei Zellbildung und Energiegewinnung hilft.

Die satte Farbe einer Tomate entsteht durch den Inhaltsstoff Lycopin, das natürliche Pigment, gehört zu den sogenannten Carotinoiden, die freie Radikale im Körper abfangen können. Studien zeigen, dass Lycopin antioxidativ wirkt und die Zellen vor oxidativem Stress schützt. Je röter die Tomate, desto höher ist der Lycopin-Gehalt. Erhitzen kann den Wirkstoff sogar besser verfügbar machen. Deshalb sind auch Tomatensaucen oder Suppen echte Nährstoffbomben,  besonders, wenn sie mit etwas Olivenöl zubereitet werden. Fett hilft nämlich, Lycopin aufzunehmen.

Tomaten sind auch gut für unsere Haut und für das Herz. Denn Tomaten wirken leicht entwässernd, unterstützen den Stoffwechsel und liefern jede Menge sekundäre Pflanzenstoffe, die Entzündungen hemmen können. Ihre Kombination aus Wasser, Vitaminen und Elektrolyten macht sie ideal für heiße Tage, perfekt also, um den Flüssigkeitshaushalt auszugleichen.

Roh, gekocht oder getrocknet?

  • Roh liefern Tomaten viel Vitamin C und Frische, ideal für Salate.

  • Gekocht oder geschmort enthalten sie zwar weniger Vitamin C, dafür aber besser verfügbares Lycopin.

  • Getrocknet sind sie echte Geschmacksbomben mit konzentrierten Nährstoffen, allerdings auch mit mehr Kalorien durch das fehlende Wasser.

Fazit: Gesund, lecker und unkompliziert

Tomaten sind kleine Alleskönner, sie sind Figur freundlich, vitaminreich und beinhalten Antioxidantien. Sie stärken Herz, Kreislauf, Haut und sogar die Stimmung. Ob roh im Salat, geschmort in der Sauce oder als sonnengereifte Ofentomate. Tomaten bringen Farbe, Frische und Lebensfreude in jede Mahlzeit. Du brauchst keinen Ernährungsplan, um sie zu genießen. Ein paar reife Tomaten, frischer Basilikum, ein guter Mozzarella und ein Schuss Olivenöl und du tust deinem Körper und deiner Seele gleichzeitig etwas Gutes. Oder, um es mit einem Augenzwinkern zu sagen: Wer regelmäßig Tomaten isst, hat zwar vielleicht keine Superkräfte, dafür jedoch ziemlich gute Voraussetzungen, gesund und gut gelaunt durchs Leben zu gehen.

Also: Ran an die Tomaten, Mozzarella schneiden, Basilikum zupfen, Olivenöl träufeln und genießen.

  • 150 g Cherry Tomaten
  • 125 g Mozzarella Kugeln
  • 1 Handvoll frischen Basilikum
  • 1/2 Zwiebel
  • 2 EL Essig
  • 3 EL Olivenöl
  • 1 Spritzer Zitrone
  • 1 Prise Salz
  • etwas Pfeffer

Zubereitung:

  • Wasche die Tomaten und halbiere sie. Tropfe den Mozzarella mithilfe eines Siebes ab.

  • Wasche das Basilikum und ziehe die einzelnen Blätter ab. Schäle die Zwiebel und hacke sie klein.

  • Gib die Tomaten, Mozzarella und gehackten Zwiebel zusammen mit den Basilikumblättern in eine Salatschüssel.

  • Verrühre für das Dressing den Essig mit dem Olivenöl und gebe einen Spritzer Zitronensaft hinzu, mit Salz und Pfeffer abschmecken. Vermische anschließend das Dressing gründlich mit dem Salat. Ich habe noch Zitronenthymian und etwas Zitronenöl hinzugegeben.

Tomaten-Mozzarella-Salat

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Vorbereitungszeit 15 Minuten
Gesamtzeit 15 Minuten
Portionen: 3 Personen
Gericht: Beilage, Lowcarb, Salat
Küche: Italienisch, Mediterran

Zutaten
  

  • 150 g Cherry Tomaten
  • 125 g Mozzarella Kugeln
  • 1 Handvoll frischen Basilikum
  • 1/2 Zwiebel
  • 2 EL Essig
  • 3 EL Olivenöl
  • Pfeffer nach Geschmack
  • 1 Prise Salz

Zubereitung
 

  1. Wasche die Tomaten und halbiere sie. Tropfe den Mozzarella mithilfe eines Siebes ab.
  2. Wasche das Basilikum und ziehe die einzelnen Blätter ab. Schäle die Zwiebel und hacke sie klein. 
  3. Gib die Tomaten, Mozzarella und gehackten Zwiebel zusammen mit den Basilikumblättern in eine Salatschüssel.
  4. Verrühre für das Dressing den Essig mit dem Olivenöl und gebe einen Spritzer Zitronensaft hinzu, mit Salz und Pfeffer abschmecken. Vermische anschließend das Dressing gründlich mit dem Salat. Ich habe noch Zitronenthymian und etwas Zitronenöl hinzugegeben.

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