Falscher Kartoffelsalat mit
Low - Carb Frikadellen
Es gibt kaum ein Gericht, das so sehr nach Sommer, Familienfesten und Grillabenden schmeckt wie Kartoffelsalat. Er ist ein kulinarische Symbol für Geselligkeit: ob beim Picknick, beim Geburtstag oder bei einem spontanen Abendessen auf dem Balkon. Doch was, wenn man sich kohlenhydratarm ernährt? Auf Kartoffeln zu verzichten, fühlt sich oft an, als würde man einem vertrauten Freund den Rücken kehren. Genau das dachte ich auch, bis ich auf Kohlrabi stieß.
Kohlrabi, dieses unscheinbare Gemüse, das viele nur als Rohkost aus der Kindheit kennen, ist ein echtes Allround-Talent. Du kannst Kohlrabi in vielen Low – Carb Gerichten verwenden und sogar Kohlrabi Pommes damit herstellen. In diesem Rezept übernimmt Kohlrabi die Hauptrolle und ersetzt die Kartoffeln im Salat auf so überzeugende Weise, dass man kaum glaubt, dass hier kein Stück Kartoffel im Spiel ist. Heraus kommt ein „falscher Kartoffelsalat“, der alles hat, was den Klassiker ausmacht: Cremigkeit, Würze, Frische und ein gutes Stück Nostalgie.
Vom Traditionsgericht zum modernen Allrounder
Kartoffelsalat ist tief in unserer Esskultur verankert. Schon in alten Kochbüchern aus dem 19. Jahrhundert findet man ihn in unzähligen Variationen. Zum Beispiel mit Essig und Öl im Süden, mit Mayonnaise im Norden, warm oder kalt, mit Fleischwurst, Ei oder Gurken. Jeder hat ihr ein eigenes Rezept und jede Generation eine Meinung dazu, wie er „richtig“ schmecken muss. Kohlrabi ist ein Gemüse, das in Deutschland oft unterschätzt wird, obwohl es eine lange Geschichte hat. Schon im 16. Jahrhundert wurde es in Mitteleuropa angebaut, zunächst vor allem in Klostergärten und später auf den Feldern der Bauern. Ursprünglich war Kohlrabi ein Hybrid aus Kohl und Rüben, der gezüchtet wurde, um den Winter über ein nahrhaftes Gemüse zu liefern. Besonders in Nord- und Mitteleuropa hat es sich als vielseitiges Gemüse etabliert, das sowohl roh als auch gekocht genossen werden kann.
Seine Vielseitigkeit macht ihn perfekt für moderne Low-Carb-Rezepte. Im Gegensatz zu Kartoffeln, die viele Kohlenhydrate liefern, enthält Kohlrabi nur wenige, liefert aber wichtige Mineralstoffe und Vitamine. Besonders Vitamin C, Kalium und Ballaststoffe machen ihn zu einem echten Superfood im Alltag. Außerdem harmoniert er wunderbar mit frischen Kräutern, milden Käsesorten oder würzigen Dressings.
Doch unsere Essgewohnheiten verändern sich. Immer mehr Menschen achten auf weniger Kohlenhydrate, mehr Eiweiß und natürliche Zutaten. Genau hier beginnt die Geschichte dieses Gerichts: aus dem Wunsch heraus, Tradition und modernes Ernährungsbewusstsein zu verbinden. Der Ersatz von Kartoffeln durch Kohlrabi ist dabei keine Verlegenheitslösung, sondern eine kleine kulinarische Entdeckung.
Warum Kohlrabi so gut ist
Kohlrabi hat eine angenehm feste, leicht süßliche Textur. Wenn man ihn kurz in Salzwasser gart, behält er Biss und nimmt gleichzeitig die Aromen der Marinade wunderbar auf. Er enthält kaum Kohlenhydrate, liefert dafür aber Vitamin C, Kalium und Ballaststoffe – also Nährstoffe, die man bei einem klassischen Kartoffelsalat nicht in dieser Menge findet. In Kombination mit der cremigen Remoulade, den pikanten Gurken und dem herzhaften Käse entsteht eine Harmonie, die an den vertrauten Geschmack erinnert, nur eben leichter.
Der Moment, in dem man den Salat probiert, ist ein kleines Aha-Erlebnis. Die Zunge sucht die Kartoffel, findet aber stattdessen etwas Frisches, Knackiges, fast Sommerliches. Es ist, als würde man einen alten Freund in neuem Gewand wiedersehen, vertraut und doch überraschend anders.
Ein Salat von Format
Das Schöne an diesem Rezept ist, dass es sowohl alltagstauglich als auch besonders ist. Er passt zum Grillabend, zur Lunchbox im Büro oder als Hauptgericht an warmen Tagen. Die Fleischwurst bringt eine herzhafte Note, der Gouda sorgt für milde Cremigkeit, und die Gurken geben den typischen säuerlichen Kontrast.
Was das Dressing betrifft, spielt das Eigelb eine entscheidende Rolle. Es bindet die Remoulade mit dem Gurkenwasser zu einer sämigen, würzigen Sauce, die alles zusammenhält. Ein Hauch Curry bringt eine warme, exotische Note ins Spiel, und ein Spritzer Zitrone sorgt dafür, dass der Geschmack lebendig bleibt.
Und das Beste: Während klassische Kartoffelsalate oft schwer im Magen liegen, fühlt sich diese Variante angenehm leicht an. Sie sättigt, ohne zu belasten, genau das Richtige für alle, die gutes Essen lieben, aber bewusster genießen wollen.
Die perfekte Begleitung: Low-Carb-Frikadellen mit Quark
Was wäre ein Kartoffelsalat, ob echt oder falsch, ohne Frikadellen? Statt der üblichen Variante mit Brötchen und Paniermehl kommen hier saftige Low-Carb-Quark-Frikadellen auf den Teller. Der Quark macht sie wunderbar zart und saftig, während Chiasamen als Bindemittel dienen und dir gleichzeitig wertvolle Omega-3-Fettsäuren liefern.
Beim Braten im Butterschmalz entfaltet sich ein Duft, der an Sonntagmittag erinnert, würzig, deftig und vertraut. Die Zwiebeln karamellisieren leicht, der Knoblauch sorgt für Tiefe, und die Petersilie bringt eine frische Kräuternote. Das ist ehrliche Küche, wie sie sein sollte! Einfach, aber mit Liebe gemacht.
Diese Kombination aus „falschem“ Kartoffelsalat und Frikadellen zeigt, wie sich alte Lieblingsgerichte in die moderne Zeit übersetzen lassen. Man muss nichts
aufgeben, um sich gesund zu ernähren, man muss nur ein wenig kreativ sein und den Mut haben, sich Zutaten neu aus zu denken.
Ich erinnere mich noch an die Reaktion meiner Bekannten, als ich den Salat das erste Mal servierte. „Kartoffelsalat ohne Kartoffeln?“, fragte einer meiner Bekannten skeptisch, während er die Gabel eintauchte. Nach dem ersten Bissen sah ich sein Stirnrunzeln verschwinden. „Schmeckt ja wie echter!“ sagte er, und griff nach einer zweiten Portion. Genau das ist die Magie dieses Rezepts! Es überzeugt, ohne belehrend zu sein. Statt mit Verboten zu arbeiten, zeigt es, wie vielfältig Küche sein kann, wenn man offen für Neues bleibt.
Servier Vorschläge
Wenn du noch etwas Abwechslung ins Gericht bringen möchtest, kannst du kleine Extras hinzufügen:
Röstzwiebeln für eine knusprige Komponente
Frische Kräuter wie Schnittlauch oder Koriander für zusätzlichen Geschmack
Geröstete Nüsse wie Walnüsse oder Mandeln für Biss und Aroma
Auch das Dressing lässt sich variieren: ein Hauch von Senf, ein wenig Paprika oder Curry, vielleicht sogar etwas Apfelessig, um den Geschmack zu intensivieren. So bleibt der Salat immer spannend und kann je nach Saison und Geschmack angepasst werden.
Tipps zur perfekten Zubereitung
Damit der Kohlrabi die Aromen optimal aufnimmt, lohnt es sich, ihn vor dem Marinieren kurz zu blanchieren. Dazu schneidest du ihn in mundgerechte Stücke, gibst ihn für 3–5 Minuten in kochendes Salzwasser und schreckst ihn anschließend mit Eiswasser ab. So behält er seine knackige Textur und eine frische Farbe. Ein Spritzer Zitronensaft oder ein wenig Kräutersalz im Kochwasser intensiviert den Geschmack zusätzlich. Für die Remoulade empfiehlt sich eine kleine Eigenkreation: Senf, Honig, ein Spritzer Zitronensaft und frische Kräuter wie Dill oder Petersilie machen das Dressing besonders geschmackvoll. Es wird cremig, würzig und hält alle Zutaten perfekt zusammen.
Ein Salat vom Format
Das Schöne an diesem Rezept ist, dass es sowohl alltagstauglich als auch besonders ist. Er passt zum Grillabend, zur Lunchbox im Büro oder als Hauptgericht an warmen Tagen. Die Fleischwurst bringt eine herzhafte Note, der Gouda sorgt für milde Cremigkeit, und die Gurken geben den typischen säuerlichen Kontrast.
Das Eigelb im Dressing bindet die Remoulade mit dem Gurkenwasser zu einer sämigen Sauce. Ein Hauch Curry sorgt für Wärme, ein Spritzer Zitrone für Frische.
Das Ergebnis: ein leichter, aber geschmacklich voller Salat, der perfekt zur Low-Carb-Philosophie passt.
Genuss ohne Reue
Low-Carb sollte nicht als reine Diät betrachtet werden, sondern eher als eine Lebenseinstellung, für ein besseres Wohlbefinden! Es ist eine Einladung, die eigene Kreativität in der Küche zu entdecken. Wer sich auf neue Kombinationen einlässt, wird überrascht, wie vielseitig Gemüse sein kann. Kohlrabi statt Kartoffel, Quark statt Brötchen, kleine Änderungen mit einer großen Wirkung.
Und das Beste daran: Man fühlt sich nach dem Essen leicht, zufrieden und voller Energie. Kein schlechtes Gewissen, nur echtes Wohlgefühl. also ein Genuss auf ganzer Linie ohne Reue.
Dieser falsche Kartoffelsalat ist mehr als eine Rezeptidee, er ist ein Stück kulinarischer Wandel. Er zeigt, dass Hausmannskost und moderne Ernährung kein Widerspruch sind. Mit wenigen Handgriffen entsteht ein tolles Gericht, das vertraut schmeckt, aber gleichzeitig auch neue Wege geht. Wer ihn probiert, wird merken. Es braucht keine Kartoffeln, um echtes Heimatgefühl auf den Teller zu bringen.
Witziges & Wissenswertes
Wusstest du, dass Kohlrabi manchmal liebevoll „Rübkohl“ genannt wird? Wer beim Einkaufen fragt „Gibt’s hier noch Rübkohl?“ bekommt garantiert ein Stirnrunzeln, und das ist der Moment, in dem du innerlich kichern darfst. Dabei ist dieses Gemüse ein echter Alleskönner: Es schmeckt gekocht, gebraten, roh, in Suppen, Aufläufen oder eben als „falscher Kartoffelsalat“.
Und mal ehrlich: Kartoffelsalat ohne Kartoffeln klingt erstmal nach einer kulinarischen Verschwörung. Man könnte fast erwarten, dass der Salat heimlich einen Doktortitel in Täuschungskunst hat. Doch genau das macht ihn so spannend: Er trickst das Gehirn aus, erfüllt alle Geschmackserwartungen und lässt dich trotzdem leichter in den Sommer starten.
Für diesen Salat brauchst Du folgende Zutaten:
- 3 Kohlrabi
- 400 g Fleischwurst
- 300 g Gouda oder Emmentaler
- 5 Gewürzgurken
- 5 EL Gurkenwasser
- 200 g Remoulade
- 1 Spritzer Zitrone
- ½ TL Curry
- 4 Eier
- Pfeffer und Salz
Für die Low - Carb Frikadellen
- 500 g Hackfleisch
- 200 g Kräuterquark
- 2 Zwiebeln
- 1 Knoblauchzehe
- Etwas Petersilie
- 1 EL Butterschmalz
- 1 Ei
- 1 TL Chiasamen
- 1 TL Paprika Edelsüß
- Oregano, Pfeffer, Salz